Die Zahl wird meist auf das American Gut Project zurückgeführt, eine große Citizen-Science-Studie zum Mikrobiom. In einer 2018 veröffentlichten Arbeit teilten die Forschenden Tausende Teilnehmende danach ein, wie viele verschiedene Pflanzenarten sie nach eigenen Angaben pro Woche aßen. Die beiden Gruppen, die heute überall zitiert werden: „mehr als 30“ und „weniger als 10“.
Das ist der Ursprung. Die 30 war nie als Ernährungsplan gedacht. Sie war eine Grenze, an der man Umfragedaten aufgeteilt hat, und sie lässt sich zufällig sehr gut merken.
Wie man die Zahl nehmen sollte
Als Ziel, nicht als Schwelle. Bei Pflanze Nummer 30 springt nichts an, und eine medizinische Empfehlung ist die Zahl auch nicht. Sie ist die Ziellinie für eine Gewohnheit, die viele schon für sich genommen lohnend finden: abwechslungsreicher essen, statt immer dieselben acht Zutaten im Wechsel.
Seit 2018 haben Bücher, Podcasts und Foodblogs die Idee aufgegriffen, und unterwegs sind Varianten entstanden. Manche zählen Kräuter als Viertel. Manche zählen rote und grüne Paprika getrennt. Manche lassen weißen Reis weg. Keine dieser Varianten ist offiziell. Such dir eine aus, bei der du bleibst.
Unsere Haltung
Eating30 macht keine Gesundheitsversprechen, und das ist Absicht. Die App zählt Vielfalt. Sie zeigt dir, wie viele verschiedene Pflanzen du diese Woche gegessen hast und welche Farbgruppen dabei waren. Was du daraus machst, entscheidest du. Und wenn du eine Erkrankung hast, zählt die Einschätzung deiner Ärztin oder deines Arztes mehr als jede App.
Ausführlicher im Ratgeber
Woher die 30 Pflanzen pro Woche kommen: Die Forschung hinter der Zahl
Die Empfehlung stammt aus der Mikrobiomforschung. Dieser Artikel erklärt, was sie bedeutet und wo ihre Grenzen liegen.
Eating30 ist eine App für iPhone und Android, die zählt, wie viele verschiedene Pflanzen du pro Woche isst. Das Ziel sind 30. Das Zählen selbst ist kostenlos. Die App hilft dir bei einer Gewohnheit und ersetzt keine medizinische Beratung.
Zähl deine Pflanzen mit Eating30
Tippe die Pflanzen an, die du gegessen hast, und sieh zu, wie sich deine Woche bis 30 füllt.